Mehrere Woll-Puschel nebeneinander, die einen Farbverlauf bilden.

Galerie

In der Markuskirche in Backnang sind die Glasfenster von Regine Schönthaler aus Stuttgart raumprägend.

Die Gemeinde wünschte sich für die Gestaltung der Kanzelparamente, dass hier weitere Künstlerinnen und Künstler zu Wort kommen. Lars Wolf-Plüss hat mit seinem violetten Parament, das die Farben des Fensters gut aufnimmt, eine sehr schöne Entsprechung gefunden.

Violettes Altarparament nach dem Entwurf von Lars Wolf-Plüss aus Basel für die Markuskirche in Backnang

Bereits vor ihrem Umbau hatte die Stiftskirche in Backnang grüne Paramente in Handstickerei nach dem Entwurf von Angela Garner aus Mainz bekommen. Obwohl die Prinzipalstücke erneuert wurden und an den neuen Altar nun keine Paramente mehr passen, konnte das bestehende grüne Kanzelparament weiter in Verwenung bleiben.

Ein rotes und weißes Parament kamen nach dem Umbau noch dazu, beide nach dem Entwurf der gleichen Künstlerin, allerdings in Handweberei ausgeführt.

grünes Kanzelparament in der Stiftskirche in Backnang

Die Jakobuskirche in Bernhausen sollte neue Paramente bekommen, die sich zwar farblich an den Raumfarben orientieren, gestalterisch aber heute lebenden Künstlerinnen oder Künstlern einen Raum geben. Angela Garner aus Mainz hat sich dieser Aufgabe zur großen Zufriedenheit der Gemeinde gestellt, der Entwurf wurde in Bildweberei umgesetzt.

Grünes Altar- und Kanzelparament in der Jakobuskirche in Bernhausen

In der Stadtkirche in Böblingen herrscht eine ganz besondere Raumsituation: Ein runder Altar macht den Einsatz von Paramenten schwierig, die Chorfenster nach dem Entwurf von Prof. von Stockhausen verlangen einen hohen künstlerischen Anspruch. Gaby Weiß aus Wehingen hat für diesen Ort sehr einfühlsame Paramente entworfen, die sich sehr stimmig in den Raum einfügen.

Violettes Kanzelparament in der Stadtkirche in Böblingen

Die ev.-luth. St.-Pankratius-Kirchengemeinde im niedersächsischen Burgdorf hatte einen Wettbewerb ausgeschrieben. Für den Mehrzweckraum mit verschiebbaren Wandelementen sollte mit begrenzten Mitteln eine Raumgestaltung erarbeitet werden, die sowohl dem Raum selbst einen sakralen Charakter verleiht als auch am Lesepult mittels Farbwechsels in die jeweilige Kirchenjahreszeit einstimmt. Wichtig dabei war die leichte Umbaubarkeit, um den Raum als großen Veranstaltungsraum nutzen zu können.

Bettina Kammerer hatte einen Entwurf vorgelegt, der die Gemeinde überzeugte. Auf der Altarrückwand ist nun das Hohelied der Liebe zu sehen, am Lesepult wird der Farbwechsel durch farbige Überleger erreicht. Auf diesem Bild ist der schwarze, durchscheinende Überleger zu sehen, der eine goldene Gestaltung darunter erahnen lässt.

Rückwandgestaltung und Lesepultparament für Burgdorf

Die ev. Kirchengemeinde Eschenau wollte jede liturgische Farbe von einer anderen Künstlerin/einem anderen Künstler gestaltet haben.

Bei der Farbe Violett entschied man sich für ein Parament in Bildweberei nach dem Entwurf von Lars Wolf-Plüss aus Basel. Interessant an dieser Arbeit sind die flottierenden Fäden, die den hinter dem Parament im Abstand liegenden weißen Streifen - einen Verweis auf die Christusfeste, die den Zeiten der Buße und des Fastens folgen - durchscheinen lassen.

Violettes Altarparament für die ev. Kirche in Eschenau

Angela Garner aus Mainz entwickelte die Entwürfe für die ev. Kirche in Hirschlanden. Umgesetzt wurden sie in Nähmaschinenstickerei.

Frau Garner nahm Bezug auf das Blau im Chorfenster und nutzte diese zum Weiß stark kontrastierende Farbe dazu, Tiefe zu erzielen: Das Weiß scheint von weit her zu kommen und überstrahlt bei längerem Betrachten das Blau.

weißes Altarparament für die ev. Kirche in Hirschlanden

Die schwierige Raumsituation in der ev. Notburgakirche in Hochhausen stellte Christa Goertz aus Angelbachtal vor eine Herausforderung, die sie sehr reizte. Sehr geschickt hat sie in Ihren Paramenten rein formal Bezug auf den Raum genommen: In jedem der Paramente wird ein Ornamentstreifen aus der Wandbemalung zitiert.

Farblich hat sie sich streng an die Farben des Raumes und des Altaraufsatzes gehalten. Auch gestalterisch orientierte sie sich an der Gegenständlichkeit des umgebenden Raumes: Die Taube auf dem roten Parament scheint direkt aus der bildlichen Darstellung entsprungen zu sein.

Für diese Arbeit musste ein Webstuhl eigens mit einer dichteren Kette bespannt werden, damit ein feineres Arbeiten als bisher üblich möglich war.

rotes Altarparament für die ev. Notburgakirche in Hochhausen

Die Fenster der ev. Kirche in Plieningen sind sehr vielfarbig - violett allerdings ist kaum darunter. Das macht es schwierig, violette Paramente so einzufügen, dass sie nicht als störender Fremdkörper im Raum wahrgenommen werden.

Sabine Waldmann-Brun aus Stuttgart hat in ihr violettes Parament farbige Elemente eingearbeitet, die Bezug auf die Farbigkeit der Fenster nehmen und so ein harmonisches Ganzes bilden. Die Farbe Violett bleibt dennoch klar erkennbar.

violettes Altarparament für die ev. Kirche in Plieningen

In der Michaelskirche in Schwäbisch Hall waren zwei Kunstschaffende mit der Entwicklung der Paramente betraut: Für Violett und Grün lieferte Angela Garner aus Mainz die Vorlagen, für Weiß und Violett der ortsansässige Künstler Michael Klenk (siehe audh: Paramente)

Die violetten Paramente von Angela Garner beschäftigen sich - wie auch schon beim weißen Parament von Hirschlanden - mit der Tiefe, dem Kontrast von Licht und Dunkelheit. Hier allerdings ist aufgrund der Vorherrschung der Farbe Violett das Weiß des Lichts der Erwartung stark zurückgenommen. Satte Violettöne schlagen die Betrachtenden in den Bann, ziehen in die Mitte der Gestaltung. So wenig Weiß auch angedeutet wird, auch hier vermag es sich letztlich über die dunklen Töne zu erheben und Zuversicht zu wecken.

violettes Altarparament für die ev. Michaelskirche in Schwäbisch Hall